Der Keller im Gülich

Unterschiedliche Versuche wurden unternommen, den sogenannten Unkenkeller (frei nach Räuber Hotzenplotz) zu finden. Er soll dem Vernehmen nach unter dem Schloss liegen.  Aber alle Versuche bleiben erfolglos. Selbst der Einsatz hochtechnischen Geräts, hier ein Bodenradar, dass Mitarbeiter der TH Aachen hier zum Einsatz brachten, bringt keine Erkenntnisse über verborgene Hohlräume. Auch intensive Kommunikation mit dem Heimatverein und einigen älteren Herrschaften des Dorfes verhelfen nicht zur nötigen Aufklärung über den denkbaren Einstiegsort.

Zur Legende: Im Dorf wird berichtet, dass in den 80er-Jahren Gottfried Fix, der Voreigentümer des Schlosses, einen Mitarbeiter der freiwilligen Feuerwehr im Gülich-Keller (?) zu einer Stelle in der Wand führte, die mit einem angelehnten Gitter verschlossen war. Nach dem Beiseiteschieben des Gitters führte Gottfried Fix den verdutzten Feuerwehrmann über eine gewendelte, steile und sehr enge Treppe nach unten – bis in einen tieferliegenden zweiten, sehr kleinen Kellerraum, von dem wiederum eine Treppe abging in einen noch tieferen Kellerraum. Diese zwei Kellerräume sollen wohl besichtigt und damit gesehen worden sein. Tiefer, so Gottfried Fix damals, wolle er nicht gehen. Es gäbe zwar noch weitere drei Keller, die jeweils tieferliegend untereinander angeordnet wären. Am Ende der Klettertour erreiche man dann den alten Felsenkeller unter dem Schloss tief im Berg. Teil des ehemaligen Sandbergwerks...
Der Zugang dorthin sei aber baufällig und gefährlich – und deshalb würde er, Gottfried Fix, jetzt mit dem Feuerwehrmann den Rückweg antreten. Oben angekommen erklärte Herr Fix, er werde demnächst den Kellerzugang vermauern, weil das Betreten zu gefährlich sei.
Gefunden haben wir aber heuer trotz insgesamt 5 Versuchen - nix. Und Gottfried ist im Himmel und verweigert weitere Auskünfte…

Die Keller unter dem Rittersaal

Umfangreiche Arbeiten wurden auch für die Errichtung der Kelleranlagen im Rittersaal in 2010 abgeleistet. Der Geheimgang wurde wiedererrichtet, die zum größten Teil eingestürzten Decken wurden geschlossen, der „nubische Gang“ wurde als Belüftungsgang zwischen Rittersaalkeller und Brunneninnenwölbung angelegt. Er ist begehbar (zumindest für Kinder) und transportiert später das von der hinteren Seite des Rittersaals
ankommende Regenwasser (Dachwasser) in den Brunnen.