Turm

Wir sind an den Innenausbau des Turms herangegangen. Nachdem in den vergangenen Jahren alle Außenarbeiten weitgehend erledigt wurden, insbesondere die besonders aufwendige Durcharbeitung von Dachstuhl und Dachhaube, haben wir uns jetzt mit dem Inneren beschäftigt.

Die Dachfenster im Dachgeschoss konnten eingebaut werden.

Im oberen Turmsaal haben wir uns intensiv mit der baulichen Situation auseinandergesetzt. Aus einer guten Quelle gelang uns der Erwerb eines Kamins aus Sandstein, der möglicherweise um das Jahr 1600 herum zu datieren ist – und der heimatlos geworden war. Mögliche Herkunft Burgund in Frankreich. Wir haben den Kamin von einem Händler aus Aachen erworben und im oberen Turmsaal des Schlosses wieder eingebaut. Größe, Abmessungen stimmen wohl weitestgehend mit dem ursprünglichen historischen Kamin von Schloss Liedberg überein – die Bauart könnte zumindest ähnlich sein. Sicherlich ist der Kamin etwas jünger als die Bauzeit des Turmes – auch ist der Sandstein an seiner Färbung bei aufmerksamem Hinsehen als andersartig zu erkennen. Aber das nehmen wir bewusst und gerne in Kauf – schliesslich möchten wir, dass sachkundige Betrachter nachträgliche Einbauten von originär vorhandener Substanz unterscheiden können. Insgesamt bindet sich das Ensemble jetzt dennoch sehr gut ein.

Wir haben alle Wände mit einem Unter- und Feinputz versehen – und damit die bislang eher steinsichtig geschlemmte Fläche harmonisiert und egalisiert. Glatt sind die Wände nicht, aber der jetzige Aufbau eignet sich für die späteren Farbgebung und Oberflächenbehandlung.

Gleichfalls wurden erste Vorarbeiten im Bereich der Böden und der beheizten Wandfläche auf der Nordwand vorgenommen.