Schlossmauer

Nach umfangreichen und nicht unkomplizierten Gesprächen mit der Denkmalpflege erarbeiteten wir gemeinsam das Zukunftskonzept für die Heidenpforte, die den westlichen Ausgang der Vorburg ins Dorf und damit den Hauptzugang zur Burg bildet. Sie war im Zuge der Mauerrestaurierungen des Jahres 1980 ff durch den ehemaligen Förderverein durch eine runde Überwölbung nach oben hin abgeschlossen worden.

Dieses Detail, so pittoresk es war (das Dorf hatte diese Situation liebgewonnen) entsprach erstens nicht dem historischen Vorbild, nachdem die Heidenpforte ursprünglich mit großer Wahrscheinlichkeit durch querliegende Balken als Stürze nach oben abgeschlossen war und mit gleichfalls großer Wahrscheinlichkeit nach oben einen weiteren Gebäudeteil trug, der die Sicherung des Tores erleichterte. Zweitens erwies sie sich als dramatisch schwierig im Zusammenhang der Anlieferung von Baustoffen durch Lieferanten. War das Tor doch durch seine Enge und niedrige Höhe für die meisten LKW nicht passierbar. Es war allerdings auch für die Feuerwehr nicht passierbar!

Die Summe der Einschränkungen, die sich aus dieser räumlichen Enge ergab, führte dazu, dass die Denkmalpflege einlenkte und es gestattete, die obere Überwölbung wieder zu entfernen und den ursprünglichen historischen Stuhlstand insoweit wieder herzustellen. Gleichfalls durften wir, besonders wichtig und besonders kritisch, die an der linken Kante vorhandenen und aus einer sehr frühen Erstellungsphase der Umfassungsmauer stammenden Sandsteinblöcke abbauen (und innen an anderer Stelle säulenartig wieder aufrichten – als Zeugnis dieser Änderung). Die dadurch entstandene Erweiterung des Tores um sicherlich 50 cm zusammen mit der nun unbegrenzten Höhe, ermöglicht seither den meisten Lieferfahrzeugen die Zufahrt. Und der Feuerwehr.